Unter dem Titel „Die Welt der Musik auf Banknoten – ein visuelles Konzert“ präsentiert die Giesecke+Devrient Stiftung eine Auswahl von rund 50 Banknoten, die die Vielfalt und Schönheit des Themenkomplexes auf eindrucksvolle Weise einfangen. Ein besonderes Highlight der Ausstellung sind die Arbeiten des Frankfurter Fotografen und Konzeptkünstlers Pete Jones.

In seinen Projekten ist Pete Jones, der sich selbst als „Fotosoph“ bezeichnet, stets auf der Suche nach dem, was hinter den Oberflächen liegt. Seine Arbeiten sind Hommage und Warnung zugleich: Sie eröffnen den Raum, das Selbstverständliche neu zu hinterfragen und laden ein, die Schönheit im Unsichtbaren zu entdecken.
Seine Werkreihe „Musik auf Banknoten“ zeigt in faszinierenden Makroaufnahmen internationale Geldscheine, auf denen Musiker/-innen, Instrumente und musikalische Symbole abgebildet sind – durchleuchtet, vergrößert, sichtbar gemacht bis in ihre feinsten Strukturen. Dabei nimmt Jones keine Eingriffe am Objekt vor, sondern bemüht sich ausschließlich um die optimale Wahrnehmbarkeit des Geldes. So bringt er die Schönheit, Komplexität und künstlerische Finesse der Banknoten ans Licht – und legt Details frei, die dem Alltagsblick verborgen bleiben.




Die Arbeiten machen deutlich, dass Musik nicht nur Klang und Stille ist, sondern auch Geschichte, Identität, Widerstand und Freiheit. Und sie zeigen, dass die Kultur nicht nur auf dem Geld lebt – sondern weit darüber hinaus.
Der Künstler

„Ich fotografiere nicht nur, was ich sehe. Ich fotografiere, was übersehen wird.“
(Pete Jones)
Pete Jones’ Lebensweg ist ebenso ungewöhnlich wie konsequent. Als Kameramann bereiste er die Welt, bevor er sich ganz der Fotografie widmete. Seine Motive findet er weltweit – in Museen, auf Märkten, in Sammlungen und in den Zwischenräumen gesellschaftlicher Narrative. Mit Vorliebe für technische Details, Makrooptiken und das Spiel mit Licht, entwickelt er Serien, die uns bekannte Dinge auf radikal neue Weise sehen lassen.
Sein Projekt „Makro Money“ verbindet fotografische Präzision mit soziologisch, philosophischer Reflexion. Damit rückt er das scheinbar Banale – das alltägliche Zahlungsmittel – in ein neues Licht. Doch seine Bilder sind mehr als Dokumentationen: Sie sind Denkanstöße über das Verhältnis von Kultur und Ökonomie, von Anerkennung und Ausbeutung, von gesellschaftlichem Wert und individuellem Schaffen.

Coming Soon
Nach der Langen Nacht der Museen in München (18.10.2025) und Regensburg (25.10.2025) ist die Ausstellung auf der weltweit größten Leitmesse für Numismatik, der World Money Fair in Berlin (29.-31.01.2026), und im Museum für Druckkunst in Leipzig (12.02.-10.05.2025) zu sehen.
